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Über Hallowe’en

Hallowe'en Tacking

Der 24,7m-Kutter Hallowe’en wurde von William Fife III für Lt Col JFN Baxendale entworden, nach 15m-Regel gebaut und 1926 gerade rechtzeitig zur ORC Fastnet-Regatta vom Stapel gelassen. William Fife III, der eine Reihe von Klassikyachten entworfen hat, die heute noch erfolgreich in Rennen fahren, wurde einst mit den Worten zitiert: “Hallowe’en ist die perfekte Yacht für einen Gentleman. Sie ist ein Juwel.”

Bei der zweiten Fastnet-Regatta segelte die Hallowe’en die Flotte mit einem 10 Stunden Vorsprung zum nächsten Wettbewerber ins Ziel. Dieser Rekord blieb bis 1939 bestehen, bis der neue Kurs die Strecke verkürzte und von nun an durch den Needles-Kanal führte statt wie vorher um die Ostkküste der Isle of Wight, wie es seit 1925 der Fall gewesen war.

SPEZIFIKATION

  • WERFT: William Fife
  • MODELL: Bermuda-Kutter
  • BAUJAHR: 1926
  • LÄNGE: 68,9 Fuß – 21 m
  • BREITE: 14,5 Fuß – 4,42 m
  • MOTOREN: 1×80 PS
  • HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT: 11 Knoten (20 km/h)
  • REISEGESCHWINDIGKEIT: 8 Knoten (15 km/h)
  • VERBRAUCH: 8 l/h (bei Reisegeschw.)
  • CREW: 3

William Fife entschied sich, die Yacht im Stil des Bermuda Kutter mit einem niedrigen Seitenflächenverhältnis zu entwerfen, was sehr untypisch war für für die Zeit, in der auf Schnelligkeit ausgerichtete Gaffelkutter die Regatten dominierten. Diese Experimente mit der Takelage wurden in den Folgejahren fortgesetzt, indem die Mast- und Baumhöhe verändert wurden und die Hallowe’en letztendlich in eine Yawl umgewandelt wurde. Als Yawl mit dem Namen COTTON BLOSSOM IV dominierte sie viele Jahre lang die Ozeanregatten und hielt wichtige Rekorde. Nachdem sie einige Jahre im Mittelmeer Regatten segelte, kehrte die Hallowe’en unter ihrem neuen Eigner Alfred Larsen, einem norwegischen Industriellen, in den Atlantik zurück. Sie wurde die offizielle Yacht des Rennclubs des Norwegische Königshauses und wurde häufig vom zukünftigen König von Norwegen, Prinz Olaf, gesteuert.

Im Jahr 1938 wagte sie sich über den Atlantik und verschwand dann von der Bildfläche. Sie wurde später von Walter Wheeler wieder gefunden und in Cotton Blossom IV umbenannt, bevor sie ihre Erfolgsgeschichte bei Hochseeregatten fortsetzte und letztendlich dem Classic Boat-Museum in Newport, Rhode Island, gestiftet wurde, wo sie ein dringend benötigtes Refit erhielt. Nach 5 Jahren Arbeit in New Port gingen die Gelder aus und es musste schnellstmöglich ein neuer Eigner her. Elizabeth Meyer, (Eignerin der J-Class Endeavour) fand einen Käufer, der die Hallowe’en schließlich wieder ins Mittelmeer brachte.

Die Yacht hatte mittlerweile eine Anzahl von Refits (und Eignern) hinter sich. Das letzte Refit wurde 2009 von Fairlie Restaurations am Fluss Hamble in England durchgeführt, und nun steht die Hallowe’en für Chartertörns im Mittelmeer zur Verfügung, wo sie an den Klassik-Regatten von Frankreich bis Korsika, Spanien und Italien teilnimmt. Die Hallowe’en wurde im Classic Boat-Werk in Newport, Rhode Island, von 1988 bis 1991 sorgfältig nach Originalvorgaben restauriert. Alle gesägten Konstruktionen aus englischer Eiche wurden repariert oder ersetzt, für die Planken wurden neue, im Museum aus Bronze gefertigte Befestigungselemente verwendet. Nach größeren Restaurierungsarbeiten im Mai 94 in Frankreich wurde sie im September 1998 wieder bearbeitet und sieht jetzt wohl besser aus als je zuvor in ihrem langen und ereignisreichen Leben.

Dieser von Fife gebaute Cruiser/Racer ist sicher eine der schönsten Yachten in der Welt der Regatten. Die Hallowe’en ist für jeden zu empfehlen, der eine hervorragende und schnelle klassische Holzsegelyacht chartern möchte. Sie ist eine der schönsten Fife-Yachten, die jemals gebaut wurden, und gewinnt nach wie vor die traditionellen Regatten, kann aber auch schnelle Ozeanüberfahrten machen. Mit dem neuen und intelligenten Deckdesign eignet sie sich auf kurzen Segeltouren für nur zwei Personen und für Regattasegeln mit einer Crew von sechs Personen. Dabei behält sie jeweils ihre traditionelle Schönheit und ihren Charme.